Leibeigenschaft

Die Anfänge des Leibeigenschafts-Verhältnisses gehen bis in die Zeit der ersten Nutzbarmachung des zu bebauenden Grundbesitzes zurück. Ziel war nach heutigem Verständnis: verantwortungsvolle, motivierte Mitarbeiter.
Neben verschiedenen Lasten hatten die Leibeigenen auch einen gewissen Schutz.

Als Leibherren kommen vor:
Hochadel, niederer Adel, Bischöfe, Klöster, Kaplaneien, Städte und Ortsheilige.

Mitvererbt wurde die Leibeigenschaft nur von der Mutter auf die Nachkommen. 55)

Bekannte Eigenleut des Grafen von Hohenberg in Obernheim:
  • 1327 -   5 Personen 33)
  • 1703 - 47 Personen 65)
  • 1723 - 53 Personen 65)
Als Beispiel einige Lasten:
  • Bei Entlassung aus der Leibeigenschaft war Manumissionsgeld (Entlassungsgeld) zu zahlen. 55)
  • Leistung des Hauptrecht und Fall. Zu leisten war das Besthaupt beim Tode des Leibeigenen, bei einem Mann das beste Ross oder der beste Stier, bei einer Frau die beste Kuh, das der Leibherr einziehen ließ. Dies verlangten später die Kallenberger von sämtlichen Einwohnern, auch von Nicht-Leibeigenen. 56)
1782
Der österreichische Kaiser Joseph II. hat gesetzlich in Vorderösterreich die Leibeigenschaft aufgehoben. So auch in der Folgezeit in Obernheim.

*) Quellen Nachweise