Zehnt-Abgaben

Karl der Große 768-814, König des Fränkischen Reiches, 800 in Rom vom Papst zum Kaiser gekrönt, gilt als Erfinder des Zehnten. Der Untertan musste dem Grundherrn den 10. Teil seiner Ernte in Natura überlassen. Später wurde auch in Geld (Surrogatgeld) geleistet.

In Obernheim entrichtete Zehnten:
Großzehnt: Vesen (Dinkel), Haber, Roggen, Gerste.
Kleinzehnt: Hanf, Flachs, Obst, Rüben, Kraut, Zwiebeln, Erbsen, Linsen, Bohnen.
Neubruch- oder Novelzehnt: Bei Umbruch einer Wiese in einen Acker, oder wenn aus Ödland ein Acker gerodet „gereutet“ wurde.

1843
Mit Handgelübde wurden verpflichtet: 8)
2 Zehntknechte der Pfarrei und 1 Zehntknecht der Stiftungspflege.
Die Zehntknechte schieden auf dem Acker jede 10. Garbe aus und luden sie auf ihren Wagen, der zur Zehntscheuer, in Obernheim zur Pfarrscheuer gefahren wurde.
1849
Die Gemeinde löst den Zehnten der Pfarrei und der Stiftungspflege ab. 16)
Es wären mindestens noch 10 verschiedene Steuern und Abgaben der Leibeigenen oder Bürger aufzuzeigen, was den Rahmen dieser Zusammenstellung sprengen würde.

*) Quellen Nachweise