Kirchliches

Etwa 40 m hinter der vorne erwähnten Ziegelhütte erhebt sich ein kleiner Hügel am Fuße des Kirchlebühl. Auf diesem Hügel stand die 1812 abgebrochene Wolfgangskapelle mit Eremitage (Einsiedelei). Eine mächtige Linde mit einem angeschraubten weißen Feldkreuz erinnert an die Stelle.

1551: Jährlich abgehaltene Bittprozessionen der Egesheimer am Markustag (25.4.) und der Reichenbacher an Maria Magdalena (22.7.) zur Wolfgangskapelle nach Obernheim sind belegt.
" Soweit das Wolfgangsglöcklein klingt soweit kein Hagelschlag gelingt.“ 83)Der Zeitpunkt der Erbauung der Wolfgangskapelle und der Eremitage ist nicht nachweisbar, könnte um die 1300 liegen.

Lebensgeschichte des Hl. Wolfgang:
 
Um 924

geboren in Pfullingen als Sohn des Grafen Hermann (Pfullichgaugraf). Erzogen in der Klosterschule Reichenau / Bodensee.
965
trat er in das Benediktinerkloster Einsiedeln / Schweiz ein.
970
wurde er zum Priester geweiht, verließ bald danach das Kloster und missionierte in Ungarn.
972
ernannte Kaiser Otto II. Wolfgang zum Bischof von Regensburg.
976
zog er sich ins Kloster Mondsee zurück, weil er im Streit Otto II. gegen Herzog Heinrich II. von Bayern, dessen Kinder er erzog, nicht Partei ergreifen wollte.
31.10.994
Wolfgang starb während einer Reise in Pupping (Oberösterreich). Er wurde in St. Emmeran in Regensburg beigesetzt. 80)
07.10.1052
In die neu erbaute Wolfgangskrypta in dieser Kirche wurden seine sterblichen Überreste umgebettet.

*) Quellen Nachweise