Die Geschichte der Bubenkapelle (auch Bubenbühlkapelle genannt)

Auf  Anregung des Ortsgeistlichen Herrn Pfarrer Josef Gaul errichteten junge ledige Männer von Obernheim im Jahr 1847 auf dem Markbühl, an der früheren Straße nach Wehingen, eine kleine Feldkapelle. Sie ist der schmerzhaften Muttergottes geweiht. In der Zeit zwischen 1840 und dem Bau der Kapelle wurde Obernheim alljährlich von Missernten, Hagelschäden und Kartoffelfäule heimgesucht. Schwerste Hungersnöte machten sich in zahlreichen Familien breit. Diese arge Lebenssituation brachte den Pfarrer dazu, im Glauben an den Herrgott eine Kapelle zu errichten, in der Hoffnung, einer besseren Zeit zu begegnen. Die Kapelle wurde von den jungen Menschen errichtet und soweit die Ortschronik überliefert, folgten Jahre ohne Hunger.




Im Volksmund wird die Kapelle auch „Bühlkapelle“ genannt. Durch die bauliche Entwicklung ist der Ort zwischenzeitlich bis an die Kapelle herangewachsen.
Auch diese kleinste der Kapellen erfährt durch liebevolle Betreuung eine dauerhafte Pflege und lädt Vorbeigehende nicht nur zu einem kurzen Gebet sondern auch zum Innehalten ein.