Interessantes über die Fenster der St. Afra-Kirche

Durch die in den Jahren 1971 – 1976 vollzogene Innenrennovation wurden auch neue Kirchenfenster eingebaut.
Die künstlerische Gestaltung oblag Rudolf Wuttke. Die Arbeiten wurden von der Firma Derix in Rottweil ausgeführt.
Die Motive der Fenster stehen für bekannte Eigenschaften der Kirchengemeinde und der bürgerlichen Gemeinde Obernheim und wurden so auch teilweise finanziert.

Das Fenster auf der Orgelempore hat als Motiv die Feldgrille, die ein altes Symbol für Musik und Gesang der Natur ist. Es wurde vom damaligen Kirchenchor gestiftet.





Das erste Fenster auf der rechten Seite zeigt das alte und derzeitige Wappen von Obernheim. Es ist eine Spende der bürgerlichen Gemeinde.




Das nächste Fenster auf der rechten Seite zeigt das Motiv der Seidenraupe. Sie ist der Hinweis auf die hiesige Textilindustrie und gleichzeitig christliches Symbol für die Gestaltenverwandlung vom geistigen Leben ins irdische Leben und umgekehrt.
Das Fenster wurde von einem Obernheimer Textilbetrieb finanziert.






Das Bienenmotiv weist darauf hin, dass die Obernheimer im Volksmund seit altersher (fleißige) Bienen genannt werden und ist außerdem ein altes Mariensymbol.







Genau im Fenster auf der anderen Seite findet man das Hexenbäumle. Es ist das Zeichen der Obernheimer Fasnetstradition.





Das Fenster in der Mitte links können als Feuerzungen von Pfingsten gedeutet werden und symbolisieren gleichzeitig Märtyrerkränze und meinen besonders die Kirchenpatronin St. Afra.






Das Fenster am Emporenaufgang hat als Motiv die Ameise. Sie ist das Symbol einer sozialen Gemeinschaft zu der jeder seinen Teil beiträgt, außerdem ist sie auch Zeichen vorsorgender Sparsamkeit und wurden von einem hiesigen Geldinstitut gestiftet.