Die Geschichte der St. Wendelin(us)-Kapelle


Mit der Wendelinuskapelle haben auch die Bewohner des zu Obernheim gehörenden Weilers „Tanneck“ ihr eigenes Kirchlein. Diese Kapelle wurde im Jahr 1848 aus Spendengeldern erbaut.
Eine wohllöbliche Leistung, wenn man bedenkt, dass 1817 das erste Gebäude von Tanneck erichtet worden ist. Um 1840 bildeten dann 12 meist eingeschossige Gebäude den jungen rund 3 km von Obernheim entfernt liegenden Ortsteil. Im Jahr 1957 erfuhr die Kapelle eine grundlegende Renovierung und wurde um 4 Meter verlängert.





Die seinerzeitige Ausschmückung – Bemalung – durch einen Beuroner Pater wurde durch den Obernheimer Egon Henne im Jahr 1977 überarbeitet. Eine weitere Restauration erfuhr die Kapelle im Jahr 1993. Wanderer nutzen das direkt an der Straße nach Deilingen gelegene Kirchlein zur stillen Einkehr und Andacht.




Im Dachreiter ist ein kleines Glöcklein untergebracht. Auf der Vorderseite ist die heilige Katharina mit Rad, auf der Rückseite die Gekreuzigten-Gruppe eingegossen und trägt die Umschrift: LEONHARD ROSENLECHNER GOSS MICH IN CONSTANZ 1793. Nach dem Volksmund ist diese Glocke aus einer Kapelle in Böttingen nach Obernheim gekommen.  Täglich zur Mittagszeit wird das Glöcklein von der Familie Lauchert geläutet. Sie sorgen seit 1957 unentgeltlich für den Mesner- und Schlüsseldienst sowie für die Reinigung der Kapelle.



In dieser wie auch in den übrigen Kapellen befinden sich teilweise sehr alte kunstvolle Schnitzereien.