Lebensqualität durch Nähe (LQN)

Wir schmieden unsere Zukunft selbst!
In Zeiten der Globalisierung und der in vielen Bereichen notwendigen weltweiten Vernetzung gilt es einerseits global langfristig zu denken und andererseits lokal verantwortungsvoll zu handeln.
Wenn also in unserem ländlichen Raum
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Lebensmittelgeschäfte, Post- und Bankfilialen, Betriebe in Gewerbe, Handel und Gastronomie schließen,
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Arbeits-und Ausbildungsplätze samt Kaufkraft verloren gehen,
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Ortskerne veröden und gleichzeitig Gemeinden ins Grünland auswuchern,
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Die Alten sitzen bleiben und die Jungen wegziehen,
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Schulen und Kindergärten im Dorf in ihrem Bestand gefährdet sind,
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Die sozialen und religiösen Bindungen brüchig werden,
dann kann die Devise nur lauten: Nicht jammern und resignieren nach dem Motto:
"Da kann man halt nichts machen", sondern vielmehr wahrnehmen, Zusammen-
hänge erfassen und sich mit den eigenen Fähigkeiten einbringen.
"Solange andere Ihren Untergang verwalten, gestalten wir unsere Zukunft", heißt das Schlagwort, am dem sich alle Bemühungen orientieren.
Genau dies haben 25 ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde getan! Im Frühjahr 2005 haben sie sich zusammen mit weiteren Gemeinden in Baden-Württemberg das Projekt "Lebensqualität durch Nähe" zu eigen gemacht, um dafür zu sorgen, dass Obernheim auch in Zukunft ein liebenswerter und lebenswerter Ort auf dem Heuberg bleibt. Das von der „Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen“ (SPES ) in Oberösterreich entwickelte und in ca. 150 Gemeinden in Österreich und Bayern bereits erfolgreich durchgeführte Projekt wird bei uns getragen und begleitet vom Referat Kirche und Ländlicher Raum im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg. Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum unterstreicht die Bedeutung des Projektes durch sein finanzielles Engagement.
Auf der Grundlage einer umfassenden repräsentativen Befragung von 400 Bürgerinnen und Bürgern kristallisierten sich folgende Arbeitskreise heraus:
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Kinder, Jugend, junge Erwachsene, Familien, Bildung

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Bauen, Wohnen, MELAP, Wohnen im Alter, Senioren
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Miteinander, Integration, Identität, Pfarreileben
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Gewerbe, Handel, Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten
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Tourismus, Naturschutz
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Vereine, Aktivitäten, Kultur, Mitmachmöglichkeiten
Die Arbeitskreise organisieren ihre Arbeit selbständig und berichten 2 x jährlich in der Vollversammlung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die geleistete Arbeit.
Zur Realisierung anstehende Projekte werden dem Gemeinderat vorgetragen.
Das Gemeindemitteilungsblatt dient als Informationsbasis für die Bevölkerung. Ein jährliches Mitarbeiterfamilienfest stärkt den Zusammenhalt. Bis Ende 2006 erbrach-
ten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits ca 1.000 Stunden zum Wohle ihres Gemeinwesens entsprechend der Erkenntnis: „Wirklich wichtig ist uns nur das, wofür wir uns Zeit nehmen!"